Immunoblot

Der Immunoblot sagt mit hoher Spezifität aus, ob eine Antikörper-Antwort gegen den getesteten Erreger vorliegt. Ein Nachweis von IgM-Antikörpern gibt in der Regel einen Hinweis auf eine frische Infektion. Allerdings können IgM-Antikörper auch bei chronischen Verläufen über lange Zeiträume persistieren. IgG-Antikörper treten frühestens nach drei Monaten nach einer Infektion auf und stellen einen zurückliegenden Antigen-Antikörperkontakt dar. IgG-Antikörper sind insbesondere bei chronischen Verlaufsformen (bzw. der Spätform) der Borreliose vorhanden und geben in der Verbindung mit klinischen Symptomen Hinweise auf eine Aktivität.
Der Immunoblot enthält auf einem Blot-Streifen separierte Einzel-Antigene der Erreger, gegen die im Blut des Patienten Antikörper (IgG und IgM) gebunden und gefärbt werden. Er sollte VlsE enthalten, einen Oberflächenmarker, der die höchste Sensitivität für den Erregernachweis hat.

Material: 1 x Serum-Röhrchen (nach Blutentnahme zentrifugieren)

Analytische Untersuchungsdauer: 2 Tage (Hinweis: Unter Berücksichtigung der prä- und postanalytischen Arbeitsprozesse ist der Befundbericht in ca. 1 Woche i.d.R. erstellt.)

Immunoblot-Abrechnung nach GOÄ:

  • 2 x Ziffer A4409 (IgM- und IgG-Antikörper) Faktor 1,15

Weiterführende Literatur und Studien finden Sie hier.

 

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